Was ist Schistosomiasis?
Die Schistosomiasis ist ein parasitäre Tropenerkrankung, die durch Pärchenegel verursacht wird - Schistosoma mansoni, Schistosoma hämatobium und Schistosoma japonicum haben geschätzt weltweit mittelwerte 200-300 Millionen Menschen infiziert.
Es handelt sich hier (nach der Malaria) um die 2. häufigste Tropenerkrankung, die in 74 Ländern von Afrika (v.a. Südafrika, Niltal in Ägypten, Süd-Sahara), Südamerika (Brasilien, Venezuela,...) und Asien (China, Mekongdelta, Indonesien,...) heute eine große Bedeutung hat.
In diesen Ländern kommen in den warmen Gewässern die notwendigen Zwischenwirte (Süßwasserschnecken) natürlich vor.
Wie bekommt man Schistosomiasis ?
Die Infektion entsteht durch Kontakt mit verseuchten Gewässern
Die infektiösen, torpedoförmigen Larven entwickeln sich aber erst in den Süßwasserschnecken.
Die erwachsenen Würmer leben bis zu 15 Jahren, die Zerkarien aber nur bis zu 2 Tagen.
Welche Beschwerden treten auf?
Welche Formen der Schistosomiasis gibt es?
Die Eier werden mit dem Blutstrom zu den verschiedensten Orten transportiert:
Beschwerden: Blut im Harn, vermehrter Harndrang, erhabenes Knötchen auf der
Blasenwand, Verengungen der Harnröhre, Veränderungen der Geschlechtsorgane
Beschwerden: Dickdarmentzündung (Kolitis) mit blutigen schleimigen Durchfällen, Knötchen und Papillombildung der Darmschleimhaut
Beschwerden: Vergrößerung der Leber, später evt. Leberzirrhose, Milzvergrößerung
Wie stellt der Arzt die Diagnose Schistosomiasis?
Vor Beginn der Ei-Ausscheidung lässt sich mit immunologischen Verfahren die Infektion im Blut feststellen, dies jedoch nicht mit absoluter Sicherheit
Nach etwa12 Wochen kann man die Eier im Stuhl und im Harn nachweisen. Auch in Gewebsproben (Biopsien) der Darm- und Harnblasenwand lassen sich die Eier finden.
Wie wird Schistosomiasis behandelt?
Mitte der Wahl ist das Medikament Praziquantel.
Wie kann man selbst einer Schistosomiasis vorbeugen?